Pneumatik Props

 

Dieses Tutorial ist ein kleiner Crashkurs über den Bau von Pneumatik (Druckluft) Props.

ACHTUNG: Pneumatik Bauteile können bei unsachgemäßer Handhabung gefährlich sein und zu schweren Verletzungen führen. Shadowtheme.de übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit des hier beschriebenen Beitrags.

 

 

Bauteile und Zubehör

 

Druckluftzylinder:

Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Dabei variieren die Größen und vorallem der Hub der Kolbenstange. Es gibt Einfachwirkende Zylinder und Doppeltwirkende Zylinder. Für den Bau von Pneumatik Props sind Doppeltwirkende Zylinder geeignet. Er hat zwei Anschlüsse. Die Kolbenstange bewegt eine Mechanik die dann für die eigentliche Bewegung des Props verantwortlich ist.

An die beiden Anschlüsse können Optional auch Drosseln verbaut werden. Diese ermöglichen eine Stufenlose Einstellung der Ein/Ausfahrgeschwindigkeit der Kolbenstange. Mit den Drosseln wird aber NICHT der System bzw. Arbeitsdruck geregelt. Der wird später über einen Druckminderer geregelt.

 

Funktionsweise von einem doppeltwirkenden Zylinder:

 

Auf dem folgenden Bild sind verschiedene Doppeltwirkende Zylinder zu sehen:

 

 

Magnet Wegeventil:

Es gibt auch bei den Ventilen verschiedene Ausführungen. Als Spannungsversorgung sind am besten 12 Volt geeignet. Man kann auch ein 230 Volt Ventil benutzen, wenn man das Ventil an einen Handelsüblichen Bewegungsmelder anschliessen möchte. Aber Vorsicht bei der Verwendung von 230 Volt Magnet Ventilen! Der hohe Strom kann bei unsachgemäßer Handhabung tötlich sein.

Wegeventile werden nach der Anzahl der Gesamt Anschlüsse sowie der Anzahl der Schaltstellungen bzw. Arbeitsleitungen beschrieben.

Ein 5/2 Wegeventil besitzt also insgesamt fünf Anschlüsse. Davon sind zwei die Schaltstellungen bzw. Arbeitsleitungen woran der Doppeltwirkende Zylinder angeschlossen wird.

Für einen Doppeltwirkenden Zylinder wird ein 5/2 Wegeventil benötigt.

 

Funktionsweise eines Magnet Wegeventils.

 

Die Anschlussbezeichnungen des Wegeventils werden durch die Nummern gekennzeichnet. Der Steueranschluss 12 ist die Spannungsversorgung des Ventils. Also 12V, 24V, 230V usw. (Bitte nicht von dem zweiten Steueranschluss 14 irritieren lassen. Im Normalfall gibt es nur einen Steueranschluss.)

Die Arbeitsleitungen 2 + 4 des Wegeventils werden an die zwei Anschlüsse des Doppeltwirkenden Zylinders angeschlossen. Je nach Schaltstellung des Ventils (Leitung 2 oder 4 geöffnet) ist die Kolbenstange vom Zylinder ein oder ausgefahren.

An Anschluss 1 wird der Kompressor (Druckquelle) angeschlossen. Zwischen Kompressor und Wegeventil kommt noch aber noch ein Druckminderer.

Anschluss 3 und 5 sind nicht belegt und bleiben frei. Optional kann ein Schalldämpfer in Anschluss 3 und 5 verbaut werden. Dies ist aber nicht zwingend notwendig.

 

Auf den folgenden Bildern ist ein 12 Volt und ein 230 Volt 5/2 Wegeventil mit Schalldämpfern zu sehen:

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Druckminderer:

Wird auch Druckregelventil genannt. Es wird zum Stufenlosen regulieren des System bzw. Arbeitsdrucks im ganzen Pneumatik System benötigt. Ein Handelsüblicher kleiner Kompressor fördert in der Regel bis zu 8bar. Soviel wird aber für einen Pneumatik Prop normalerweise garnicht benötigt. Damit der Druck reduziert werden kann, wird der Druckminderer zwischen Kompressor und Magnet Wegeventil angeschlossen.

 

Auf den folgenden Bildern ist ein Druckminderer mit Anzeige zu sehen:

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Auf den Bildern erkennt man auf der rechten Seite des Druckminderers den Schlauchanschluss zum Kompressor.

 

 

Kompressor:

Ein Kompressor (Druckquelle) erzeugt Druckluft...

 

Voraussetzung für die Zusammenführung aller Bauteile ist natürlich das passende und kompatible Anschlüsse an den Bauteilen vorhanden sind.

 

Das folgende Bild zeigt Druckminderer, Magnet Wegeventil und Druckzylinder:

 

 

Mechanik des Props:

Diese kann aus Metall sowie aus Holz gebaut werden. Bei der Verwendung von Holz ist darauf zu achten das es stabil genug gebaut wird, da enorme Kräfte vom Druckluftzylinder auf die Mechanik wirken! Am besten und stabilsten ist natürlich eine Mechanik aus Metall.

Wie man die Mechanik bauen muss, hängt davon ab was für eine Bewegung der Prop machen soll. Sehr verbreitet ist der Pop-Up Prop.

Die wohl einfachste Bauweise ist das öffnen von z.B. Sargdeckeln oder anderen Kisten, da man nur den Zylinder an Kiste und die Kolbenstange an Deckel befestigen muss.

 

Die folgenden Bilder zeigen eine Mechanik womit man z.b. einen Kopf hinter einer Mauer oder Fensterscheibe hochschnellen lassen kann.

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Man kann bei dieser Mechanik auch ein liegendes Skelett befestigen, daß sich bei aktivierten Druck aufrichtet bzw. hinsetzt.

 





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